Sally Pichler und Kerrin Witt, 4A - Sportwoche in Wagrain: 25. – 29. Mai 2010
Die Anreise nach Wagrain war ziemlich lang, da wir mit dem „Jungle- Express“ gefahren sind und dadurch 30 Minuten länger gebraucht haben. Aber als wir dieses erste Hindernis geschafft hatten, wartete in Radstadt schon der Bus zum Jugendhotel auf uns.
Als wir beim „Wurzenrainer“ ankamen, konnten wir gleich unsere Zimmer beziehen. Diese sind sehr modern und schön eingerichtet. Danach gab es gleich Abendessen. Als wir alle gespeist hatten, bis wir nichts mehr hinunterbekamen, durften wir zum Ausgleich Sport beim Hotel machen, zum Beispiel Trampolin hüpfen, Baseball spielen und noch viele andere Dinge. Dann um ca. 9 Uhr haben unsere Begleitlehrer ein Lagerfeuer organisiert. Obwohl Herr Professor Laure und Frau Professorin Kainz nicht wirklich geglaubt hatten, dass es brennen würde, da es fast den ganzen Tag geregnet hatte, schafften wir es mit etwas Teamwork doch. Als wir alle beim Feuer saßen, haben wir „Mein Willi mag ...“ gespielt. Als das Feuer fast abgebrannt war und es zu regnen begann, durften wir reingehen und chillen. Natürlich blieben wir in der ersten Nacht etwas länger auf, da wir alle etwas aufgeregt waren.
Dafür wurden wir am nächsten Morgen „bestraft“, indem ein anonymer Mitbewohner, dessen Namen wir hier nicht nennen wollen (hust hust T.K. hust), uns alle um HALB SECHS aufweckte. Ein paar nützten die Gelegenheit für Morgensport, doch die meisten gaben schlimme Beschwerden an die Lehrer weiter. Nach dem üppigen Frühstück trafen wir uns draußen, um mit Fahrrädern zum Hochseilgarten aufzubrechen. Viele beschimpften dies als große Anstrengung und unnötigen Kraftaufwand, aber so schlimm war es dann doch nicht. Endlich angekommen, erklärten uns die Mitarbeiter des Hochseilgartens die Sicherungshinweise und legten uns Gurte und Karabiner an. Beim Hochseilgarten hatte wirklich jeder seinen Spaß, vor allem als wir mit dem „Flying Fox“ über einen wunderschönen See segelten. Als Abschluss durften wir noch auf einer Riesenschaukel schaukeln, an der man hochgezogen wurde und dann ca. zwei Meter im freien Fall senkrecht nach unten raste. Von Seilen aufgefangen, schaukelt man weit in den See hinein. Dabei schrien fast alle, aber es war für die meisten total lustig (Manche wurden schon etwas blass…). Je nach Schnelligkeit und Ausdauer radelten wir wieder zum Hotel zurück, was sich als äußerst anstrengend erwies, da es ziemlich bergauf ging. Fast alle, bis auf die „Profi“- Sportler, wären fast weggestorben. Aber als wir alle bis auf Felix Leitner diese Hürde geschafft hatten (er hatte sich verfahren, war bei der Herberge vorbeigefahren und musste dann wieder den Berg hochfahren *haha* - äh - der Arme), bekamen wir wieder ein leckeres, frisch gekochtes Essen. Am Nachmittag wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt: Pik und Herz. Diese beiden Teams mit je neun Mitgliedern sollten sich bis zum Ende des Aufenthalts in etlichen Wettbewerben messen. Unsere erste Aufgabe war sehr schwierig, auch wenn es einfach klingt: Wir mussten eine Lawinensonde gemeinsam mit den Fingern hochheben. Wenn eines der Gruppenmitglieder den Finger nicht mehr an der Stange hatte, hatte die Gruppe verloren: Niemand schaffte es! Danach kam etwas nicht so Kompliziertes: Baseball…..Die kommende Nacht verlief deutlich ruhiger….
Am Donnerstagvormittag waren wir Bogen schießen. Etliche erwiesen sich als Superschützen und trafen die im Wald platzierten Tierattrappen mitten ins „Herz“ mit einem sogenannten „kill“. Am Nachmittag machten wir wiederum Teambewerbe in der Halle, da das Wetter grässlich war (Fußball, Volleyball, Basketball ß super Team-Einsätze waren zu bewundern!). Nach dem Abendessen spielten wir Activity mit selbst ausgedachten Begriffen. Danach waren wir alle streichfähig….
Am Freitag waren alle bis auf zwei beim Zorbing: In einer riesigen Gummikugel angeschnallt, kollert man einen Hügel hinunter….. J Die zwei anderen begaben sich auf eine Orientierungswanderung nach Wagrain und lösten dabei mit Leichtigkeit das Rätselwort. Am Nachmittag waren alle Mädls und zwei Jungs in Altenmarkt. Wir Mädchen waren shoppen und Paul und Felix Leitner trainierten beim Skaterpark. Dass das Skaten wirklich geübt sein will, haben wir auch zu sehen/zu spüren bekommen. Mehr sei hier aber nicht verraten….(Stichwort: kaputte Sonnenbrille!) Die anderen Buben machten mit Herrn Laure eine längere Radtour auf/über einen Berg. Mit Bravour haben alle diese Herausforderung geschafft! Am Abend wurde es beim Wettbewerb „Spinnennetz“ noch einmal echt spannend: Beide Teams gaben ihr Bestes, bewiesen, Geschicklichkeit, Durchhaltevermögen und optimale Teamleistung. Nach diesem Tag waren wir alle K.O., aber da das die letzte Nacht war, blieben wir alle ziemlich lange auf……J
Samstag war unser Abreisetag. Schon vor dem Frühstück mussten wir die Zimmer geräumt haben. Am Vormittag machten die meisten noch einmal Sport auf der großflächigen Anlage beim Hotel, einige wanderten nach Wagrain. Dann bekamen wir das Mittagessen und schon ging es mit dem Reisebus ab zum Bahnhof. Dort mussten wir eine halbe Stunde auf den Zug warten, doch die Zeit verging eigentlich sehr schnell. Die Rückfahrt traten wir mit dem Schnellzug an und so wurde die Fahrt auch ziemlich kurz gehalten. Am Bahnhof in Leoben erwartete uns schon eine Schar von Erwachsenen. Wir glauben, dass sich jede/r nur mehr auf sein eigenes Bett freute.Uns hat die Sportwoche nicht nur wegen des schönen Hotels, der Aktivitäten und der beeindruckenden Landschaft gut gefallen, auch wenn das zweifellos zu unserer guten Laune beigetragen hat, sondern auch weil diese Woche die Klassengemeinschaft noch mehr zusammengeschweißt hat, und das trotz (oder vielleicht sogar wegen?) der erbitterten Teamkämpfe.