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Zeitreise der 2A Klasse ins Mittelalter

Wer eine Zeitreise ins Mittelalter unternehmen, sich auf die Suche nach Rittern und Burgfrauen begeben will, muss sich nur in den Zug Richtung Kapfenberg setzen und darf nicht einen 40-minütigen Fußmarsch scheuen. Wer`s gemütlicher liebt, kann sich von einem Express-Taxi auf die Burg Oberkapfenberg bringen lassen. Dort erwartet die Besucher/innen ein vielfältiges, abwechslungsreiches, auf Kinder abgestimmtes Programm.
Am 9. Juni machte sich auch die 2A Klasse auf die Reise und wurde von einer Führerin mit einem freundlichen „Gott zum Gruße“ willkommen geheißen. Nach einer kurzen Information über Leben und „Mode“ im Mittelalter hatten die Schüler/innen die Möglichkeit, fußfreie Unter- und Überkleider sowie Beinlinge anzuprobieren, ihre Häupter mit Gugelhauben und Henninen zu bedecken und in einfache Bundschuhe und spitze Schnabelschuhe zu schlüpfen.
Nach einer Pause setzten sich die Jung-Mediävisten mit dem Thema Gerichtsbarkeit und Rechtsprechung auseinander. Auch hier wurde auf ermüdende Theorie verzichtet, sondern aktives Gestalten war gefragt, galt es doch, eine Gerichtsverhandlung in Form eines Rollenspiels zu rekonstruieren: Ein Bäcker musste sich vor einem Richter verantworten, weil er zu kleines Brot verkauft hatte. Obwohl er von seinem Fürsprecher leidenschaftlich verteidigt wurde, wurde er zum „Bäckerschupfen“ verurteilt.
Welch große Unterschiede es zwischen der mittelalterlichen und modernen Rechtsprechung gibt, wurde allen klar, als Folterinstrumente gezeigt (und auch ausprobiert) wurden, die während der „peinlichen Befragung“ der Angeklagten Verwendung fanden, um so deren Geständnisse zu erzwingen.
Angesichts dieser grausamen Instrumente und strengen, willkürlichen Gerichtsbarkeit fiel die Rückreise ins 21. Jh. nicht so schwer.