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Von der Montanstadt in Thailands Königsresidenz

Vier Schüler des BG/BRG Leoben Neu nehmen demnächst an einem zweieinhalbwöchigen Schüleraustausch im thailändischen Hua Hin teil.

Im winterlichen Leoben bei frostigen Temperaturen können sich Carina Pusch, Nicole Wittmayer, Robert Scharf und Stephan Wagner kaum vorstellen, dass sie schon in wenigen Wochen nach Thailand abheben. Die vier Schüler der 7a-Klasse am BG/BRG Leoben Neu nehmen an einem Austauschprogramm teil, das Kunsterzieher Albert Ecker über die Unesco eingefädelt hat.

Zwei Wochen lang werden die Jugendlichen aus Leoben und Trofaiach regulär am Unterricht in der Somtawin Witead Suksa School in der Stadt Hua Hin teilnehmen. In dieser Stadt residieren König Bhumipol und Königin Sirikit von Thailand.
Längste Reise

"Wir sind aufgeregt. Aber positiv aufgeregt. Für mich ist es immerhin die längste Reise, die ich bis jetzt unternommen habe", erklärt etwa Robert Scharf. "Die Schule in Hua Hin ist englischsprachig. Wir werden bei Gastfamilien leben, von denen wir eingeladen sind. Dort können wir uns auch auf Englisch verständigen", ergänzt Carina Pusch. Allerdings würden sie auch ein Paar Brocken Thai lernen, sei ihnen versprochen worden.

Einen Stundenplan von jener Klasse, die sie an der thailändischen Schule besuchen werden, haben sie bereits gemailt bekommen: "Er unterscheidet sich kaum von unserem Stundenplan, den wir hier in Österreich haben. Schule gibt es nur am Vormittag. Klar, Thai wird bei uns an der Schule in Österreich nicht unterrichtet", meinen die vier Schüler feixend. Sie wollen ihren thailändischen Schulkollegen das eigene Heimatland etwas näher bringen und haben dafür einen Powerpoint-Vortrag vorbereitet. Welche besonderen "Schmankerln" der Alpenrepublik sie präsentieren wollen? "Zum Beispiel Wien, Salzburg, Mozart, Red Bull", verraten die Jugendlichen. Und höchstwahrscheinlich auch das Gösser Bier, weltweit bekanntes Markenzeichen aus der Montanstadt Leoben. "Wir werden auch einmal ein originales Wiener Schnitzel für die Thailänder kochen." Nach den zwei Wochen in Hua Hin werden die Leobener Schüler noch für einige Tage Thailands Hauptstadt Bangkok besichtigen. Dann geht es wieder zurück nach Europa. Warum ausgerechnet sie für den Schüleraustausch ausgewählt wurden? "Die ganze Klasse war vor Kurzem in Istanbul auf Austausch. Wir interessieren uns einfach besonders für fremde Kulturen. Wir glauben, das ist der Grund."
ANDREAS SCHÖBERL